Signatur
Beschreibung
Die Funktion trader_cdlupsidegap2crows ist Teil der PECL-Erweiterung trader, die auf der TA-Lib (Technical Analysis Library) basiert. Sie analysiert Kerzenchart-Daten (Open, High, Low, Close) und erkennt das sogenannte Upside-Gap Two Crows-Muster – ein bearishes Umkehrmuster aus der Candlestick-Analyse.
Das Muster besteht aus drei Kerzen: Zunächst eine lange weiße (bullische) Kerze, gefolgt von einer schwarzen Kerze, die mit einer Aufwärtslücke (Gap-up) öffnet, und schließlich einer weiteren schwarzen Kerze, die innerhalb des Körpers der zweiten Kerze öffnet und unterhalb des Schlusskurses der zweiten Kerze schließt, jedoch noch oberhalb des Schlusskurses der ersten weißen Kerze bleibt. Dieses Muster deutet auf eine mögliche Trendwende nach unten hin.
Der Rückgabewert jedes Array-Elements ist -100 (bearisches Muster erkannt), 100 (bullisches Muster erkannt) oder 0 (kein Muster). Bei diesem spezifischen Muster wird ausschließlich -100 oder 0 zurückgegeben, da es ein rein bearisches Signal ist.
Die Funktion wird typischerweise in der technischen Aktien- oder Kryptowährungsanalyse eingesetzt, um automatisiert potenzielle Verkaufssignale im Aufwärtstrend zu identifizieren.
Parameter
| Name | Typ | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| $open Pflicht | array | Array der Eröffnungskurse (numerisch indiziert, chronologisch aufsteigend). | |
| $high Pflicht | array | Array der Tageshöchstkurse, muss dieselbe Länge wie open haben. |
|
| $low Pflicht | array | Array der Tagestiefstkurse, muss dieselbe Länge wie open haben. |
|
| $close Pflicht | array | Array der Schlusskurse, muss dieselbe Länge wie open haben. |
Rückgabewert
-100 (Upside-Gap-Two-Crows-Muster erkannt, bearisches Signal), oder 0 (kein Muster). Bei einem Fehler oder unzureichenden Daten können führende Elemente den Wert 0 tragen (Lookback-Periode).Beispiele
Einfache Mustererkennung auf simulierten Kursdaten
<?php
// Beispielhafte OHLC-Daten (vereinfacht, kein echtes Börsensignal garantiert)
$open = [44.0, 45.5, 47.0, 46.5, 45.8];
$high = [45.5, 47.0, 48.5, 47.8, 46.9];
$low = [43.5, 44.8, 46.0, 45.5, 44.9];
$close = [45.0, 46.8, 47.5, 46.0, 45.2];
$result = trader_cdlupsidegap2crows($open, $high, $low, $close);
foreach ($result as $index => $signal) {
if ($signal !== 0) {
echo "Kerze $index: Upside-Gap-Two-Crows erkannt (Signal: $signal)\n";
} else {
echo "Kerze $index: Kein Muster\n";
}
}
Integration in eine Handelsstrategie mit Filtern
<?php
// Realistischeres Szenario: Kursdaten aus einer Datenbank oder API
$open = [100.0, 102.5, 105.0, 104.5, 103.0, 102.0];
$high = [103.0, 106.0, 108.0, 107.0, 105.5, 104.0];
$low = [99.5, 101.0, 103.0, 102.5, 101.5, 100.5];
$close = [102.0, 105.5, 107.5, 103.0, 102.5, 101.0];
$signals = trader_cdlupsidegap2crows($open, $high, $low, $close);
if (!is_array($signals)) {
echo "Fehler: trader-Erweiterung nicht verfügbar oder ungültige Daten.";
exit;
}
$bearishSignals = array_filter($signals, fn($v) => $v === -100);
if (count($bearishSignals) > 0) {
echo "Bearische Umkehrsignale erkannt an folgenden Positionen: ";
echo implode(', ', array_keys($bearishSignals)) . "\n";
echo "Mögliche Verkaufsgelegenheit prüfen!\n";
} else {
echo "Kein Upside-Gap-Two-Crows-Muster in den gegebenen Daten gefunden.\n";
}
// Wichtig · Fallstricke
Voraussetzung: Die Funktion ist nur verfügbar, wenn die PECL-Erweiterung trader installiert und aktiviert ist (pecl install trader). Ohne diese Erweiterung führt der Aufruf zu einem fatalen Fehler.
Lookback-Periode: TA-Lib benötigt eine Mindestanzahl an Kerzen, um Muster zuverlässig zu erkennen. Die ersten Elemente des Ergebnisarrays können daher den Wert 0 enthalten, auch wenn strukturell ein Muster vorhanden wäre – es reichen nicht genug vorherige Kerzen zur Kontextbewertung.
Arrayindizes: Alle vier Eingabe-Arrays müssen numerisch indiziert und gleich lang sein. Unterschiedliche Längen oder fehlende Indizes können zu unerwarteten Ergebnissen oder einem Fehler führen.
Alleinige Verwendung: Candlestick-Muster wie Upside-Gap Two Crows sollten nie als alleinige Entscheidungsgrundlage dienen, sondern stets mit weiteren Indikatoren (z. B. Volumen, RSI, gleitende Durchschnitte) kombiniert werden.